Augenverletzungen

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Augenverletzung 

Stöbern in Büschen, Bud­deln, Raufereien, Katzen­hiebe und in Stacheldraht geraten, sind nur einige Situationen, in denen das Auge eines Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihrem Hund richtig helfen und welche Fehler Sie vermeiden müssen.
Merkmale einer Augenverletzung
Bei Gewalteinwirkung auf das Auge kommt es schnell zu Schwellungen, die ein Schließen des Auges verhindern. Ebenso können Blutungen auftreten, die Sie nicht nur am austretenden Blut sehen, sondern ggf. auch im Augapfel als Gerinnsel ausmachen können.
Sind Fremdkörper (z.B. Sand, Samen oder Splitter) in  die Augen geraten, macht sich das meist durch starken Tränenfluss, Zukneifen des Auges und Wischen mit der Pfote bemerkbar.
 
Erste Hilfe
Ihre Hilfe richtet sich nach der Art der Augenverletzung.
Bei Blutungen sollten Sie das Auge mit einer Kompresse oder einem Verbandtuch bedecken. Können Sie zudem Schwellungen erkennen, feuchten Sie die Wundauflage an. Dieses gilt insbesondere dann, wenn der Hund das Auge nicht mehr schließen kann. Durch die Feuchtigkeit können Sie die drohende Austrocknung des Auges verlangsamen. Zum Anfeuchten können Sie Leitungswasser nehmen. Besser geeignet ist sterile, physiologische Kochsalz­lösung aus der Apotheke.
 
Zusätzlich können Sie das betroffene Auge kühlen, indem Sie beispielsweise ein  Coldpack auf den Verband legen. Dadurch wird die Schwellung verringert und Blutungen schneller gestoppt.
 
Sind Fremdkörper ins Auge gelangt, so können Sie versuchen, diese mit klarem Wasser oder besagter Kochsalzlösung auszuspülen. Spülen Sie immer so, dass die verunreinigte Flüssigkeit nicht ins gesunde Auge fließt. Zum Spülen eignet sich eine Einwegspritze gut. Allerdings müssen Sie den Kolben langsam hinein­drücken, damit der Strahl nicht zu stark wird und das Auge zusätzlich verletzt.
 
Grundsätzlich sollten Sie bei einer Augenverletzung den Tierarzt aufsuchen (bitte vorher anrufen), da für Sie verborgene Verletzungen entstanden sein können. Diese können zu Entzündungen und zur Erblindung führen.
Für die Fahrt zum Tierarzt können Sie die Wund­kompresse mit einer Fixier­binde am Kopf befestigen.
Es ist jedoch nur dann ein Verband erforderlich, wenn Sie das Auge feucht halten müssen, Blutungen nicht zum Stillstand kommen oder der Hund mit der Pfote wischt. Durch einen Verzicht auf einen Verband können Sie dem Hund zusätzlichen Stress ersparen.
 
Diese Fehler müssen Sie vermeiden

• Bitte spülen Sie ein verletztes oder entzündetes Auge nicht mit (Kamillen-) Tee aus. Selbst durch Filtern können Sie die kleinen Schwebeteile nicht vollständig entfernen. Sie gelangen unter das Augenlid und reiben bei jedem Lidschlag auf dem Auge (Schmirgelpapiereffekt).
• Zum Entfernen von Fremdkörpern dürfen Sie keine Pinzette einsetzen. Ausschließlich Spülen ist das Mittel der Wahl. Lässt sich der Fremdkörper dadurch nicht beseitigen, muss ihn der Tierarzt entfernen.
• Falls Sie einen Verband anlegen müssen, achten Sie bitte darauf, dass der Hund so wenig, wie möglich eingeschränkt wird. Das bedeutet zum Beispiel, nicht zu stramm um den Hals wickeln, nur das verletzte Auge verbinden und nicht die Ohren mit dem Verband verdecken.
•  Bitte verwenden Sie kein Desinfektionsmittel
• Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich harmlosen Zwischenfall täuschen. Es kann bei einer Augenverletzung Blut zunächst unbemerkt hinter den Augapfel fließen
• Versuchen Sie bei einem Augapfelvorfall nicht, das Organ wieder in die Höhle zurückzuführen

Mit freundlicher Unterstützung von www.hunde-hunde.de