Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit

Bewusstloser Hund! Was nun?
Ein bewusstloser Hund schwebt akut in Lebensgefahr. Es gilt schnellst möglich lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.
Ursachen

Eine Bewusstlosigkeit kann vielfältige Ursachen haben. Dazu zählen unter anderen starker Blutverlust, Vergiftungen, Sauerstoffmangel, allergische Reaktionen, Stromschläge, Hitzschlag und Gewalteinwirkungen auf den Körper (z.B. Sturz und Autounfall).
Gefahren
Ein bewusstloser Hund liegt in der Regel leblos und erschlafft auf der Seite. Das Gros der Muskulatur ist außer Funktion. Was beispielsweise zur Folge hat, dass das Tier nicht mehr Schlucken kann. So können schon kleinere Fremdkörper und Flüssigkeiten die Atmung erschweren. Hinzu kommt, dass auch die Zunge erschlafft und sich in die Atemwege legt, der Hund droht zu ersticken.
 
Die Vorgehensweise

• Vergewissern Sie sich, dass der Hund bewusstlos ist: Nähern Sie sich von vorne langsam und sprechen Sie mit Ihrem Hund. Zeigt er keine Reaktion, fassen Sie ihn an. Sie können ihn sanft zwischen die Zehen kneifen. Reagiert der Hund nicht, gehen Sie von einer Bewusstlosigkeit aus.
• Sichern Sie die Atmung: Schauen Sie zunächst im Fang nach, ob sich darin e
ntfernbare Fremdkörper befinden (z.B. Erbrochenes, Stöckchenreste). Nach deren Beseitigen überstrecken Sie den Kopf. Nase und Oberkopf müssen ungefähr eine gerade Linie mit dem Rücken bilden. Dadurch schaffen Sie den nicht sichtbaren Teil der erschlafften Zunge aus den Atemwegen.

• Überprüfen Sie die Vitalfunktionen

• Reanimation ja oder nein? Sind die Vitalfunktionen vorhanden, so transportieren Sie bitte Ihren Hund vorsichtig und mit überstrecktem Kopf zum nächsten Tierarzt (bitte vorher anrufen). Können Sie weder Puls noch Atmung entdecken, müssen Sie ihn reanimieren.

 
Die Reanimation
Bei einer Reanimation ersetzt man die ausgefallene Vitalfunktion. Da Puls und Atmung von einander abhängig sind, werden Sie in der Regel einen Hund vorfinden, der weder atmet noch einen Herzschlag aufweist.
 
Beatmen (2x):
• Umfassen Sie die Lefzen mit beiden Händen
• Umschließen Sie die Nase mit Ihren Lippen und pusten Sie 2x hinein, bis sich der Brustkorb hebt. Bitte warten Sie nach der ersten Beatmung, bis der Hund ausgeatmet hat.

 
Herzdruckmassage (10x):
•  Der Hund muss auf der (idealer Weise rechten) Seite, auf festem Untergrund liegen (z.B. Tisch oder Fußboden)
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Knien Sie sich hinter das Tier
 • Legen Sie eine Hand neben die Schulter des Tieres auf den Brustkorb. Nun kommt die andere Hand auf die bereits abgelegte. Strecken Sie Ihre Arme durch. Ihre Armhaltung sollte einem „V“ ähneln.
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      Drücken Sie 10x im Sekundentakt mit durchgedrückten Armen auf den Brustkorb des Hundes.

Wiederholen Sie bitte den Durchgang Beatmen und Herzdruckmassage 3-4x. Danach müssen Sie wieder die Vitalfunktionen überprüfen. Beenden Sie die Reanimation, wenn Atmung und Puls wieder eingesetzt haben oder keine Aussicht auf Erfolg mehr besteht (nach ca. 20-30 min.).
Bitte beachten Sie, dass Sie den Hund auch auf der Fahr zum Tierarzt reanimieren müssten, falls er keine Vitalfunktion aufweist. Dieses ist jedoch ein nahezu unmögliches Unterfangen. Deshalb sollte es Ihr angestrebtes Ziel sein, mit einem (bewusstlosen) Hund, der Vitalfunktionen zeigt die Fahrt anzutreten.



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