Stromschlag

Stromunfälle   

  

Diese Notfälle können auch für Sie gefährlich werden
 
 Neugierig „überprüft“ Ihr Schützling das Stromkabel auf Fressbarkeit, spielt damit oder gerät versehentlich an eine Stromquelle. Das hat Folgen. Bei der ersten Hilfe müssen Sie auch an Ihre Sicherheit denken.
Als Besitzer von Nagetieren sind Ihnen vermutlich Bissspuren an Kabeln vertraut. Aber auch andere Haustiere entdecken Ihre Neugier für Kabel. Zum Beispiel Welpen, die auf Erkundungs­tour gehen. Dabei schrecken sie nicht davor zurück, in Stromkabel zu beißen oder damit zu spielen.

Tücken und Gefahren
Allein das Zerren am Kabel kann für das Tier gefährlich werden. Schließlich können Geräte herunterstürzen und erhebliche Verletzungen verursachen.
Stromkabel bergen jedoch noch eine weitere Gefahr in sich. Kommt das Tier mit den stromführenden Drähten im Inneren in Berührung, kann es einen Schlag erhalten.
Elektrische Schläge können auf zweierlei Weise schädigen. Zum einen rufen Sie Verbrennungen hervor. Zum anderen haben Sie eine besondere Wirkung auf die Muskulatur: Strom führt zu einer unwillkürlichen Verkrampfung der Muskeln. Das kann soweit gehen, dass es zu (AB-) Rissen von Muskeln und Sehnen kommt. Tückisch ist dabei, dass die verursachten Krämpfe das Tier „bewegungsunfähig“ machen. Das heißt, es kann sich nicht von der Stromquelle entfernen, solange Strom fließt.
Auch das Herz ist ein Muskel. Wird es unter Strom gesetzt, kann es seine Aufgabe, den Körper mit Blut zu versorgen, nicht mehr wahrnehmen. Oben­drein droht Herzversagen, obwohl das Tier nicht mehr unter Strom steht.
 
Denken Sie unbedingt an Ihre eigene Sicherheit beim Helfen
Fassen Sie auf keinen Fall ein Tier an, das unter Strom steht. Sie würden ebenfalls einen Schlag erleiden. Die Auswirk­ungen können ähnlich ausfallen, wie bei Ihrem Haustier. Unter Umständen endet es tödlich für Sie.
Bevor Sie Ihrem Tier mit weiteren Maßnahmen helfen, müssen Sie es von der Stromquelle trennen (z.B. Stecker ziehen oder Sicherung ausschalten).
 
Weitere Hilfsmaßnahmen
Nach dem Sie die Stromzufuhr unterbrochen haben, müssen Sie Ihre Erste-Hilfe-Maßnahmen vom Zustand des Tieres abhängig machen.
Sofern Ihr Tier bei Bewusstsein ist, wird es vermutlich verstört sein. Beruhigen Sie es und hindern Sie es am Flüchten (Vorsicht, Beißgefahr).
Eventuell vorhandene Brand­wunden können Sie mit kaltem Wasser kühlen. Das verschafft Linderung.
Bei Bewusstlosigkeit müssen Sie die Atemwege frei halten. Fehlen Herzschlag und Atmung, ist eine Reanimation notwendig. So lange, bis sich der Zustand verbessert oder der Tierarzt den Patienten übernimmt.
Beobachten Sie Ihr Tier in den nächsten 24 Stunden nach dem Ereignis intensiv. Es können auch verspätet Folgen des Unfalls eintreten (z.B. Herzversagen).

Am Besten lassen Sie Ihren Schützling vorsorglich von einem Tierarzt untersuchen.

MIt freundlicher Uuterstützung von www.hunde-hunde.de