Vitalfunktionen
Vitalfunktionen
Die Vitalfunktionen des Hundes und ihre Bedeutung bei der ersten Hilfe
Zu den Vitalfunktionen zählen Herzschlag und Atmung. Unablässige Faktoren für das (Über-) Leben Ihres Hundes. Bei der ersten Hilfe muss Ihr Hauptaugenmerk auf der Sicherung der Vitalfunktionen liegen.
Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die lebenswichtigen Parameter überprüfen und welche lebensrettenden Maßnahmen Sie ergreifen können.
Das System Atmung und Herzschlag
Der Blutzirkulation kommt eine zentrale Bedeutung im Organismus zu. Über das Blut werden beispielsweise Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen befördert. Ebenso werden auf diesem Weg schädliche Abbauprodukte aus den Stoffwechselvorgängen abtransportiert, z.B. Kohlendioxid (CO2). In der Lunge wird das Blut erneut mit Sauerstoff angereichert und das CO2 ausgeschieden. Die Lungenfunktion können Sie am Heben und Senken des Brustkorbes erkennen. Legen Sie zur eindeutigen Kontrolle seitlich Ihre Hände auf den Brustkorb.Motor des Blutkreislaufes ist das Herz. Ein Hohlmuskel, der durch sein rhythmisches Zusammenziehen und Entspannen das Blut pulsierend durch die Gefäße befördert. Dieses Pulsieren macht den Puls aus. Sie können ihn auf der Innenseite des Oberschenkels ungefähr in der Mitte fühlen. Am besten eignen sich zum Ertasten die empfindlichen Fingerkuppen.
Die Lungen- und die Herzfunktion sind eng miteinander verzahnt. Steigt die Atemfrequenz, in Folge erhöhten Sauerstoffbedarfs (z.B. beim Laufen), so steigt ebenso die Herzfrequenz. Fällt eine der beiden Vitalfunktionen aus, so wird die andere binnen kürzester Zeit folgen.
Die Normalwerte
Wie schnell der Puls und die Atmung bei Ihrem Hund sind, können Sie am besten überprüfen, wenn das Tier entspannt auf seinem Platz liegt. In diesem Fall sollte der Puls zwischen 70 und 120 Schlägen pro Minute liegen. Den Puls können Sie auf der Innenseite des Oberschenkels ertasten.Die Atmung liegt zwischen 20 und 50 mal in der Minute, wenn der Hund nicht hechelt. Zählen Sie der Einfachheit halber nur das Heben des Brustkorbes.
Die Frequenz der Vitalfunktionen hängt von der Größe des Tieres ab. Ein großer Hund hat niedrigere Werte, als ein kleiner.
Auch die Schleimhäute geben Aufschluss über die Kreislauffunktion. Gut sichtbar sind sie auf der Innenseite der Lefzen, dem Zahnfleisch, der Zunge und der Innenseite des unteren Augenlides, wenn Sie es leicht nach unten ziehen. Die Schleimhautfarbe sollte rosa sein. Drücken Sie leicht auf die Lefzen oder das Zahnfleisch so wird die Druckstelle für einen Augeblick weiß. Innerhalb von circa zwei Sekunde stellt sich jedoch bei einem intakten Kreislauf die rosa Färbung wieder ein.
Blaue Schleimhäute deuten auf Sauerstoffmangel hin und sind beispielsweise zu entdecken, wenn Ihr Hund nicht mehr atmet. Eine blasse bis weiße Färbung weist auf eine Unterversorgung mit Blut (Kreislaufproblem / starker Blutverlust) hin.
Das Wissen um die Normalwerte Ihres Tieres kann bei der ersten Hilfe entscheidend sein. Deshalb sollten Sie sie regelmäßig kontrollieren. So haben Sie gleichzeitig einen Überblick und gewinnen Routine für den Ernstfall.
Die Sicherung der Vitalfunktionen hat bei einem Notfall Vorrang vor allen anderen Verletzungen. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erfahren Sie im Artikel „Bewusstlosigkeit“.
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